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The Boy and the Beast
(Bakemono no ko)
Mamoru Hosoda (Japan 2015)

«Für einen neunjährigen Jungen bricht eine Welt zusammen, nachdem seine Mutter bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist und vom Vater seit der Scheidung allenfalls Fotografien übrig sind. Von seinem reichen Vormund will er nichts wissen und flüchtet in die Anonymität der Strassen Tokios, wo sich im Gewirr aus Gassen und Häuserwinkeln eine zweite Welt auftut: Der Junge stolpert in die verborgene Stadt Jutengai, das Königreich der Tiermonster, das mehr als 100’000 Geschöpfe beherbergt, die von Weitem den Menschen ähneln, aus der Nähe betrachtet Züge von Hunden, Hirschen, Katzen, Schweinen oder anderen Vierbeinern tragen. Wie im Märchen üblich und im Shintoismus, Japans tragender religiöser Säule, nicht ungewöhnlich, durchdringen sich die Welt des Übersinnlichen und des Hier und Jetzt. (…) Es ist ein unmögliches Unterfangen, diesen Anime auf ein Genre oder eine Gattung festzulegen. Furios und furchtlos bedient er sich bei westlichen Fabeln, Literaturklassikern wie ‹Moby Dick›, fernöstlichen Parabeln, Science-Fiction, Fantasy und Martial Arts. The Boy and the Beast ist an der Oberfläche brachiale Komödie, gleichsam aber auch intensives Seelendrama, wenn es um die Identitätsfindung eines Kindes und später eines Jugendlichen mit einer abenteuerlichen Sozialisationsgeschichte geht.» (Jörg Gerle, filmdienst, Okt 2025)

Drehbuch: Mamoru Hosoda
Musik: Masakatsu Takagi
Schnitt: Shigeru Nishiyama

Mit: Sometani Shota (Kyuta), Aoi Miyazaki (Ren), Koji Yakusho (Kumatetsu), Suzu Hirose (Kaede), Mamoru Miyano (Ichirohiko)

120 Min., Farbe, DCP, Jap/d

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