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Sisters of the Gion
(Gion no kyodai)
Kenji Mizoguchi (Japan 1936)

Im ärmeren Teil von Gion, dem Vergnügungsviertel von Kyoto, arbeiten zwei Schwestern als Geishas und sind von ihren männlichen Gönnern abhängig. Während Umekichi eher konservativen Werten verpflichtet ist und sich dem System unterordnet, gibt sich die gebildete Omocha moderner, trägt westliche Kleidung und versucht, den patriarchalen Strukturen ihre eigene Findigkeit entgegenzusetzen ... Mizoguchi wirft einen zynischen Blick auf die Geschlechter- und Machtverhältnisse im Japan der 1930er-Jahre und zementiert seinen Status als einer der herausragenden japanischen Regisseure der Dekade. Bereits ansatzweise erprobt er den für ihn typischen Inszenierungsstil, den er später noch konsequenter verfolgen wird: lange Einstellungen, gleitende Kamerafahrten und eine auffällige Distanz der Kamera zum Geschehen, auch und gerade in Momenten von starker emotionaler Intensität. (dw)

Drehbuch: Yoshikata Yoda, Kenji Mizoguchi, nach dem Roman «Yama» von Alexandr Iwanowitsch Kuprin
Kamera: Minoru Miki
Schnitt: Tatsuko Sakane

Mit: Isuzu Yamada (Omocha, die jüngere Schwester), Yoko Umemura (Umekichi, die ältere Schwester), Benkei Shiganoya (Shimbei Furusawa), Eitaro Shindo (Kudo), Taizo Fukami (Kimura), Fumio Okura (Jurakudo), Sakurako Iwama (Omasa Kudo)

69 Min., sw, 35 mm, Jap/d/f