«Der Ganove Michel will mit einem gestohlenen Auto nach Italien fahren, doch nachdem er einen Polizisten ermordet hat, muss er in Paris untertauchen. Dort belagert er eine amerikanische Studentin, die er von früher kennt. Godards fulminantes Langfilm-Debüt, das die Nouvelle Vague schlagartig weltbekannt machte und dessen Folgen für die Filmgeschichte hinlänglich bekannt sein dürften. ‹Quelle est votre plus grande ambition dans la vie?› – ‹Devenir immortel et puis mourir.›» (pm)
«Die Vorgaben von Jean-Luc Godard an Martial Solal sind minimal, er verfügt über grosse Freiheiten: bei der Wahl eines Orchesters und der Musiker für einen Jazz-Soundtrack. Er komponiert zwei Hauptthemen mit jeweils fünf Noten, die es ermöglichen, sich den verschiedenen Stimmungen des Films anzupassen. Das eine ist beklemmend, das andere hingegen äusserst entspannt. Doch Godard improvisiert stärker als Solal. Wenn der Soundtrack des Films den Eindruck erweckt, improvisiert zu sein, dann liegt das an der Montage: Sobald die Komposition fertig war, ordnete Godard die Musikstücke frei im Film an (…). Durch diese Vorgehensweise wird Godard selbst zum musikalischen Improvisator.» (Thierry Jousse, Radio France, Dez 2020)
Drehbuch: Jean-Luc Godard, nach einer Story von François Truffaut
Kamera: Raoul Coutard
Musik: Martial Solal
Schnitt: Cécile Decugis
Mit: Jean Seberg (Patricia Franchini), Jean-Paul Belmondo (Michel Poiccard), Van Doude (Journalist), Liliane David (Liliane), Claude Mansard (Gebrauchtwagenhändler), Henri-Jacques Huet (Antonio Berruti), Daniel Boulanger (Polizeiinspektor Vidal), Jean-Pierre Melville (Parvulesco, Schriftsteller), Michel Fabre (Polizist), Richard Balducci (Tolmatchoff), Jean-Luc Godard (Denunziant)
89 Min., sw, 35 mm, F/d