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Black Sun
(Kuroi taiyo)
Koreyoshi Kurahara (Japan 1964)

«Knapp 20 Jahre nach Kriegsende präsentiert Japan sich als quasiapokalyptische Landschaft. Protagonist Akira ist ein zielloser, vom Jazz besessener Drifter, der in einer ausgebombten Kirchenruine lebt. Seine Wände sind tapeziert mit Postern seiner Helden Sonny Rollins, John Coltrane, Charles Mingus, sein Hund heisst Thelonious Monk, sein grösster Schatz ist eine Platte von Max Roach. Die Begegnung mit einem verwundeten afroamerikanischen Soldaten auf der Flucht – wie Akira ein von der Gesellschaft Ausgestossener – löst eine Kette von Projektionen und Missverständnissen aus.» (Arsenal, Okt 2024)

«Ein grosser Teil des thematischen Materials des Soundtracks stammt aus einer Free-Jazz-artigen Passage, in der Max Roach sich völlig entfesselt und sein Schlagzeug mit einer Fülle von freien, wuchtigen Schlägen bearbeitet, während er Salven von Maschinengewehr-artigen Fills hervorbringt und die Sängerin Abbey Lincoln in einer atonalen Katharsis schreit und kreischt. In einer besonders eindrücklichen Szene, in der Akira eine Kugel aus Gills Bein entfernt, werden die quälenden Bilder von einer langsamen Ballade musikalisch begleitet, komponiert von Toshiro Mayuzumi und gespielt vom Roach Quartet. Dadurch entsteht ein extremer emotionaler Kontrapunkt, wie ich ihn in Filmmusik zuvor noch nie erlebt habe.» (S. Fairbank, Dez 2025)

Drehbuch: Nobuo Yamada, nach dem Roman «Under the Black Sun» von Tensei Kono
Musik: Toshiro Mayuzumi, The Max Roach Quartet
Schnitt: Akira Suzuki

Mit: Tamio Kawachi (Akira), Chico Roland (Gill), Tatsuya Fuji (Akiras Freund), Shogen Shinda (der Ingenieur), Yuko Chishiro (Yuki), Hideji Otaki (der alte Mann aus dem Trödelladen), Zenji Yamada (der Besitzer)

95 Min., sw, 35 mm, Jap/e

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