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The Boy in the Tree
(Pojken i trädet)
Arne Sucksdorff (Schweden 1961)

«Göte ist ein junger Teenager, der mit seiner Familie im Konflikt zu stehen scheint und vielleicht auch selbst nicht so recht weiss, was er will. Unzufrieden und rebellisch schliesst sich Göte zwei bösartigen Wilddieben an, obwohl er Tiere und die Natur liebt. Der Widerspruch zwischen seinen eigenen Gefühlen und seinem Bedürfnis nach Rebellion erreicht seinen Höhepunkt, als ein Förster beginnt, die jungen Männer in immer enger werdenden Kreisen aufzuspüren.» (FilmStack)

Schon als Junge wusste Quincy Jones, der oft die Schule schwänzte, um ins Kino zu gehen, dass er gerne mal Filmkomponist werden wollte. Die Traumerfüllung erfolgte aber erst 1961, als er mit seiner Big Band in Stockholm gastierte und Arne Sucksdorff recht zufällig auf ihn aufmerksam wurde und ihn bat, die Musik für The Boy in the Tree zu komponieren. «Nachdem Jones jahrelang Musik für weltberühmte Bands und Sänger arrangiert und produziert hatte, musste er nach Europa reisen und ein skandinavisches Orchester dirigieren, um seine erste Filmmusik zu produzieren. (…) Obwohl er Originalmaterial mit Pop-Soul-Anklängen enthält, konnte dieser herrlich stimmungsvolle Soundtrack, der als Vinyl-EP erschien, in den USA nicht einfach als reines ‹Negro›-Projekt abgetan werden. Mit diesem Soundtrack im Gepäck sah Jones sich schliesslich bereit, den Schritt nach Hollywood zu wagen: als Komponist, der unter Beweis gestellt hatte, dass er sich musikalisch auf jeden Film einzulassen vermochte – unabhängig von Genre, Stil oder Sujet.» (Carol Cooper, Criterion, Mrz 2020)

Drehbuch: Arne Sucksdorff
Kamera: Gunnar Fischer
Musik: Quincy Jones

Mit: Tomas Bolme (Göte), Heinz Hopf (Max), Björn Gustafson (Manne), Anders Henrikson (John Cervin), Birgitta Pettersson (Marie, Götes Schwester), Åke Lindman (Sten Sundberg, Jäger), Barbro Hiort af Ornäs (Götes und Maries Mutter), Björn Berglund (Johannes, Götes und Maries Vater), Karin Juel (Cervins Dienstmädchen)

86 Min., sw, DCP, Schwed/e

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