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O ma + Madame

Zwei Filme, zwei Briefe, zwei Geschichten, die ein Coming-out wagen. O ma kreist um ein Geheimnis: Seit sieben Jahren liebt Mengzhu Xue eine Frau. In einem englischen Brief an ihre Grossmutter erzählt sie davon – der Text wird in chinesische Schriftzeichen übertragen, sodass die Grossmutter ihn vorlesen kann, ohne den Inhalt zu verstehen. Beim Sprechen verwandeln sich die Zeichen phonetisch zurück ins Englische. Sprache ist zugleich Barriere und Befreiung: Das Unaussprechbare findet Ausdruck, ohne verstanden werden zu müssen. Auch Madame ist ein filmischer Brief an die vor 15 Jahren verstorbene Grossmutter. Während sie sich als selbstständige Unternehmerin gegen die Rollenerwartungen ihrer Zeit behauptete, kämpfte ihr Enkel in seiner grossbürgerlichen Genfer Familie gegen heteronormative Erwartungen und um die Anerkennung seiner Homosexualität. Aus üppigem Archivmaterial – Super-8-Filmen, Tagebüchern, AB-Nachrichten – entsteht ein Doppelporträt über Geschlechterbilder und Selbstbestimmung. (df)

Gesamtdauer: 123 Min.

Programm

Mengzhu Xue (Deutschland 2023)

Drehbuch: Mengzhu Xue
Kamera: Yang Liu
Musik: Gregor Quendel, Liesl Lindeque
Schnitt: Mengzhu Xue

30 Min., Farbe + sw, DCP, Mand+E/e


Stéphane Riethauser (Schweiz 2019)

Drehbuch: Stéphane Riethauser
Kamera: Stéphane Riethauser
Musik: David Perrenoud
Schnitt: Natali Barrey

93 Min., Farbe, DCP, F/d

Spieldaten
Sa.,
21.11.2026
20:00
Anschl. Q&A mit dem Filmemacher Stéphane Riethauser, Moderation: Friederike Horstmann