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Das Problem ist meine Frau + Ich hätte lieber einen anderen Film gemacht

Wie ist sexualisierte Gewalt darstellbar? Das Programm versammelt experimentelle Zugriffe auf etwas nicht Abbildbares. Das Problem ist meine Frau nähert sich häuslicher Gewalt in dokumentarisch inszenierten Therapiesitzungen in einem reduzierten Studio. Im Fokus stehen Ehemänner, die ihre Frauen schlagen und therapeutische Hilfe suchen – gespielt von Schauspielern, die Sitzungen mit echten Therapeuten nachstellen. In antiillusionistischer Kulisse werden rhetorische Strategien und Mechanismen männlicher Gewalt freigelegt. Ich hätte lieber einen anderen Film gemacht begegnet sexualisierter Gewalt mit übereinandergelegten Bildprojektionen, beschnittenen Familienfotos und autobiografischem Voice-over. Ausgangspunkt ist die Gewalt, die Itzel als Kind durch den Vater erlitt. Im Ringen um Sprache und Bilder wird das Darstellungsvakuum traumatischer Erlebnisse als Leerstelle am und im Bild erfahrbar und die Rekonstruktion eigener Erinnerungen zur Selbstbehauptung, das Erlebte nicht mehr zu beschweigen. (df)

Gesamtdauer: 76 Min.

Programm

Calle Overweg (Deutschland 2002)

Kamera: Vladimir Majdandzic
Musik: Stefan Lienenkämper
Schnitt: Calle Overweg, Natali Barrey

52 Min., Farbe, Digital SD, D/e


Suse Itzel (Deutschland 2024)

Drehbuch: Suse Itzel
Kamera: Suse Itzel
Musik: Lisa Reutelsterz
Schnitt: Suse Itzel

24 Min., Farbe, DCP, D

Spieldaten
So.,
22.11.2026
17:30
Anschl. Q&A mit der Filmemacherin Suse Itzel, Moderation: Julia Zutavern