«Eine Tat, deren Unfassbarkeit nicht verschwindet. Vierzehn Jahre nachdem sie Opfer eines versuchten Femizids geworden ist, nimmt Daniela Magnani Hüller die Fragen wieder auf, die nie aufgehört haben, in ihr zu arbeiten. Beeindruckend gefasst rekonstruiert sie Vorgänge und Versagen. Wie konnte ihr Umfeld den jugendlichen Täter gewähren lassen? Wie wurde der Mordversuch juristisch verfolgt, und wie reicht er bis in die Gegenwart? Dazwischen schieben sich Bildcollagen und Voice-over-Texte: Bilder der Empfindsamkeit, die Erinnerungen freilegen und den Horizont eines Lebens ohne Angst öffnen. So wird der Film zur visuellen Reise zu ihr selbst, weg vom Opferbild hin zu einer Erzählweise, die die Bedingungen der Tat freilegt. Hüller bittet nicht um Mitleid, sondern fordert Genauigkeit. Und geht beharrlich der Frage nach: Wer trägt Verantwortung?» (Lichter Filmfest Frankfurt International, Mai 2026)
Drehbuch: Daniela Magnani Hüller
Kamera: Noah Böhm
Schnitt: Melanie Jilg
91 Min., Farbe, DCP, D/e