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Bilderkrieg
Harun Farocki (D 1987)

In diesem Filmessay denkt Harun Farocki über die polizeiliche und militärische Bedeutung des Wortes «Aufklärung» nach. Er zeichnet die Entwicklung der fotografischen Mittel nach, deren sie sich bedient, und demonstriert ihre Deutungsmöglichkeiten.
«Der Begriff ‹Aufklärung› trägt heute mindestens zwei Bedeutungen. Die eine steht in der philosophischen Tradition des 18. Jahrhunderts. Die andere wurde im Laufe des 20. Jahrhunderts für die militärische und polizeiliche Arbeit entwickelt. Harun Farocki geht mit seinem Filmessay Bilderkrieg der zweiten, militärpolizeilichen Bedeutung des Wortes nach.
Er stellt vor, welcher fotografischen Mittel sich diese Art der Aufklärung bediente und bis heute bedient. Sein bewusst karger Film rekonstruiert die Geschichte dieser Bilderproduktion. Er berichtet von der Entwicklung des Aufnahmeverfahrens und demonstriert überdies, wie sich die Leseweise solcher Fotografien entwickelte und ihre Deutungsmöglichkeit vergrösserte. Kulminationspunkt des Filmessays sind die Luftaufnahmen, die alliierte Bomber vom Vernichtungslager Auschwitz im Jahr 1944 machten.» (Dietrich Leder, harunfarocki.de)

Drehbuch: Harun Farocki, unter Verwendung der Bücher «Das Buch des Alfred Kantor» und «Femmes Algériennes» von Marc Garanger
Kamera: Ingo Kratisch
Schnitt: Rosa Mercedes

Mit: Corinna Belz (Sprecherin)

44 Min., Farbe, DCP, D

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Do.,
19.5.2022
18:00
einführender Vortrag von Ute Holl, Professorin am Seminar für Medienwissenschaft der Universität Basel; Gesamtlänge ca. 100'