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Le diable probablement
Robert Bresson (Frankreich 1977)

«Bresson beobachtet seinen Protagonisten, einen Pariser Studenten, der sich gefühlstaub abwendet von einer Kultur, um nicht zu sagen einer Spezies, die unwiederbringlich kompromittiert ist. Wie so oft bei Bresson endet der Prozess der Loslösung im bewusst herbeigeführten Tod. Wie Jan Dawson scharfsinnig bemerkt hat, steht Charles’ stellvertretender Selbstmord hier sowohl für die Bekräftigung einer Reinheit, die in der Gesellschaft nicht mehr möglich ist, als auch ‹als Vorzeichen für die Millionen von nicht freiwilligen Todesfällen, die angesichts des rücksichtslosen Verlaufs der gesellschaftlichen Verbrechen unweigerlich folgen müssen›. Charles und die beiden Frauen in seinem Leben sollen weniger als überzeugende Porträts des Lebens am Rande der Gesellschaft dastehen denn als Indizien für einen bestimmten Bewusstseinszustand. Neben der Härte von Pickpocket, der Gefühlstiefe von Une femme douce und der Strenge von Lancelot du Lac wirkt Le diable probablement irgendwie undurchsichtig. Seine Anklage wird eher präsentiert als argumentiert: Seine kosmische Hoffnungslosigkeit kann man annehmen oder auch nicht, aber die Überzeugung, mit der sie vorgetragen wird, steht ausser Frage.» (vg, timeout.com)

Drehbuch: Robert Bresson
Kamera: Pasqualino De Santis
Musik: Philippe Sarde, Claudio Monteverdi
Schnitt: Germaine Lamy

Mit: Antoine Monnier (Charles), Tina Irissari (Alberte), Henri de Maublanc (Michel), Laetitia Carcano (Edwige), Régis Hanrion (Psychoanalytiker)

95 Min., Farbe, 35 mm, F/e

Spieldaten


Vergangene Vorstellungen:
Di.,
12.4.2022
18:00
Einführung: Martin Walder
Di.,
17.5.2022
20:45