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Die Ballade von Narayama
(Narayama bushiko)
Keisuke Kinoshita (Japan 1958)

Am Narayama ist es Brauch, dass sich die Alten mit 70 Jahren auf den Berg zurückziehen und dort sterben, um die knappen Nahrungsmittel den jüngeren Generationen zu überlassen. Grossmutter Orin (Kinuyo Tanaka) will vor ihrem 70. Geburtstag die Geschicke ihrer Kinder und Kindeskinder regeln, um dann gelassen ihrem Schicksal entgegenzugehen. Ihr Sohn Tatsuhei aber tut sich schwer damit.
«Zum Faszinierenden und Zeitlosen in dieser im besten Sinn eigenwilligen Verfilmung (der Novelle von Shichiro Fukazawa) gehört das Spiel mit der Künstlichkeit, die den Realismus betont meidet. Die Anlehnung ans Theater ist unübersehbar, gleichzeitig nutzt Kinoshita die Mittel des Kinos, mit denen er den Bühnenraum durchbricht und einzelne Szenen grandios auseinander hervorgehen lässt, fliessend, als wechsle er einfach den Bühnenraum. Das Ganze ist in breitem Cinemascope gedreht und damit noch einmal in einer die Künstlichkeit unterstreichenden Form. Ein Film, der die Natur hereinholt in den Kunstraum – und damit umso stärker wirken lässt.» (Walter Ruggle, trigon-film.org)

Drehbuch: Keisuke Kinoshita, nach Geschichten von Shichiro Fukazawa
Kamera: Hiroshi Kusuda
Musik: Chuji Kinoshita, Matsunosuke Nozawa
Schnitt: Yoshi Sugihara

Mit: Kinuyo Tanaka (Orin), Teiji Takahashi (Tatsuhei), Yuko Mochizuki (Tamayan), Danko Ichikawa (Kesakichi), Seiji Miyaguchi (Mata-yan), Keiko Ogasawara (Matsu-yan)

98 Min., Farbe, DCP, Jap/d/f

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