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Love Letter
(Koibumi)
Kinuyo Tanaka (Japan 1953)

Fünf Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hilft der Veteran Reikichi in einer Schreibstube japanischen Frauen, Liebesbriefe an heimgekehrte amerikanische GIs zu schreiben. Er selbst durchstreift die Strassen des geschäftigen Nachkriegs-Tokio auf der Suche nach seiner Jugendliebe Michiko, die einst einen andern geheiratet hat. Als Michiko selbst als Kundin in der Schreibstube auftaucht, bricht für Reikichi eine Welt zusammen.
Tanakas erster Film als Regisseurin beruht auf einem Drehbuch von Keisuke Kinoshita, für den sie oft vor der Kamera stand. Anderthalb Jahre nach dem Ende der amerikanischen Besetzung erschienen, zählte dieses Drama um Ideale und Realität, Schuld und Versöhnung zu den ersten Filmen, die sich mit den lange tabuisierten Beziehungen zwischen GIs und Japanerinnen auseinandersetzten.

Drehbuch: Keisuke Kinoshita, nach einem Roman von Fumio Niwa
Kamera: Hiroshi Suzuki
Musik: Ichiro Saito
Schnitt: Toshio Goto

Mit: Masayuki Mori (Reikichi Mayumi), Yoshiko Kuga (Michiko Kubota), Jukichi Uno (Naoto Yamaji), Juzo Dosan (Hiroshi), Shizue Natsukawa (Reikichis Mutter), Kinuyo Tanaka (Vermieterin)

98 Min., sw, DCP, Jap/e

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