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Das erste Jahrhundert des Films: 1987

Mit Wall Street und RoboCop gelangen den Regisseuren Oliver Stone und Paul Verhoeven entlarvende Zeitdokumente der achtziger Jahre, der Yuppie-Kultur und des politischen Klimas gegen Ende des Kalten Krieges. So gut sie damals als zynische Satiren auf die USA ihrer Entstehungszeit funktionierten, so aktuell sind sie im Spiegel der gegenwärtigen US-Regierung. Gordon Gekkos überhebliches Siegerlachen aus Wall Street lässt sich leicht auf die Strategen im Weissen Haus übertragen, und wenn in RoboCop Ronald Reagans Ost-West-Politik ironisch kommentiert wird, kommen einem unweigerlich die Drohgebärden Donald Trumps gegen Nordkorea in den Sinn. Ob die politische Realität die Karikaturen dabei ein- oder gar überholt hat, ist eine schmerzliche Frage, die sich nun im Kino stellen lässt.
Während der niederländische Regisseur Paul Verhoeven erstmals in den USA reüssierte, kehrte Louis Malle Hollywood nach zehn Jahren den Rücken und konnte mit dem autobiografischen Au revoir les enfants seinen grössten Erfolg seit den Anfängen der Nouvelle Vague feiern. Ein Erfolg, zu dem nicht zuletzt die intime Kameraarbeit des Schweizers Renato Berta beitrug, dem es gelingt, die fragile Kinderwelt der zwei Protagonisten zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges einzufangen.
Überhaupt ein erstes Mal wurde 1987 ein breites europäisches Publikum auf die Regisseure Souleymane Cissé und Zhang Yimou aufmerksam. Die überwältigenden Bilderbögen Yeelen und Das rote Kornfeld gewannen Preise in Cannes, respektive an der Berlinale, und halfen entscheidend mit, das afrikanische Kino und die sogenannte 5. Generation chinesischer Filmemacher in Europa zu etablieren.


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